 Aus
der Forschung und Entwicklung ist das folgende
Gebrauchsmuster zum Thema "Flexible
druckluftbeaufschlagbare Anpresswalzen"
entstanden:
Gummibeschichtete
Anpresswalzen sind aus dem Stand der Technik
bekannt. Bei der Beschichtung von Stahl- und
Metallrohren mit Isolationsschichten aus PUR-,
PE- und PP-Werkstoffen im Sinterverfahren, durch
Folienheißauftragung oder beim
Extrusionsverfahren werden solche Walzen
eingesetzt. Hier wird das Beschichtungsmaterial
bei Temperaturen von 150 °C bis 250°C
spiralförmig auf die Oberfläche des rotierenden
und sich in Richtung Rohrachse fortbewegenden
Rohres durch eine rotierende gummibeschichtete
Anpresswalze aufgebracht.
Wesentlich ist,
dass durch das Transport- und Rotationssystem der
Rohre, vom Beschichtungsmaterial sowie von der
vom Rohrgewicht abhängigen Anpresskraft
dynamische Schwingungen entstehen, die die
Oberflächengüte der Beschichtung beeinflussen.
Für die
Anpresswalzen ist kennzeichnend, dass auf dem
Walzenkörper eine ausvulkanisierte
Rohgummimischung einen kompakten, fest mit dem
Walzenkörper verbundenen Gummibelag bildet.
Voraussetzung für einen technologisch sicheren
Ablauf des Beschichtungsprozesses ist, dass die
Materialeigenschaften des Gummibelags der
Anpresswalze über die gesamte Produktionszeit so
auf den Beschichtungsprozess abgestimmt sein
muss, dass die erforderlichen Anpresskräfte
immer entsprechend den dynamischen Schwingungen
des Gesamtsystems flexibel realisierbar sind. Aus
der Stellung der Rohr- und Walzenachse zueinander
sowie durch die permanent aufzutragende
Walkarbeit, ist der Gummibelag der Anpresswalze
mechanischen und verstärkten
Temperaturbelastungen während des
Beschichtungsprozesses ausgesetzt.
Die
Temperaturbelastungen sollen beispielsweise durch
eine Wasserkühlung reduziert werden, indem der
Walzenkörper als Kühlrohr ausgebildet ist.
Nachteilig ist, dass trotz Kühlung die
Standzeiten der Anpresswalze nicht befriedigend
sind und durch die mechanisch-thermisch bedingten
Oberflächenfehler des Gummibelages der
Rohrbeschichtungsprozess qualitativ negativ
beeinflusst wird.
Die
gummibeschichtete Walze zur Ausübung von
dosierbaren Anpresskräften auf einen zu
beschichtenden Körper, wie beispielsweise auf
ein Rohr, muss, die Wirkungen der während des
Beschichtungsprozesses entstehenden mechanischen
und thermischen Belastungen sicher kompensieren
können.
Die Walze soll an
einem Ausführungsbeispiel näher erläutert
werden. Hierzu zeigt die zugehörige Zeichnung,
dass auf einem formstabilen Walzenkörper 1 aus
Stahl eine flexible Gummischicht 2 lose
angeordnet ist,die an den Stirnseiten 3; 4 mit
dem Walzenkörper 1 fest verbunden ist und bei
der an der Stirnseite 3 ein regelbares
Überdruckventil 5 angeordnet ist. Zur Bildung
des druckluftbeaufschlagten Bereiches wird über
das regelbare Überdruckventil 5 Druckluft in
Abhängigkeit vom konkreten Einsatzfall
zugeführt.
Die
Rohgummimischung ist materialspezifisch den
konkreten Bedingungen des Einsatzes, d. h.
hinsichtlich der bekannten Parameter Shore-Härte
und Flexibilität ausgewählt. Während des
Beschichtungsprozesses dehnt sich durch die
Temperaturbelastungen der druckluftbeaufschlagte
Bereich des Walzenkörpers 1 aus. Bei einer
Überschreitung des gewünschten Druckes wirkt
das Überdruckventil 5, und die überschüssige
Luft wird abgeleitet. Damit ist sichergestellt,
dass die beim Rohrbeschichtungsprozess
gewünschten Bedingungen, insbesondere
hinsichtlich Flexibilität der Anpresskräfte
entsprechend den dynamischen Schwingungen,
realisiert werden.

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